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„Landesverband fordert bessere Versorgung von Menschen mit komplexen Behinderungen im Krankenhaus!“

   30. November 2018
Mitgliederversammlung am 24. November 2018

Vorstandswahl: Thomas Seyfarth als Vorsitzender bestätigt

Ehrung: Christine Kühnau erhält goldene Ehrennadel

Stuttgart, 30.11.2018 – Die gesundheitliche Versorgung von Menschen mit komplexen Behinderungen bleibt deutlich hinter den Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention zurück. Sie können oftmals in Kliniken nur gut versorgt werden, wenn Begleitpersonen mit dabei sind. Deutliche Kritik übte die Mitgliederversammlung des Landesverbandes für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung an dem schleppenden Aufbau der Medizinischen Behandlungszentren für Erwachsene mit geistiger Behinderung oder schweren Mehrfachbehinderungen (MZEB) in Baden-Württemberg. Die Mitgliederversammlung wählte am Samstag (24.11.2018) in Stuttgart außerdem eine neue Verbandsspitze. Der bisherige Vorsitzende Thomas Seyfarth (Stiftungsratsvorsitzender KBF in Mössingen) wurde einstimmig wiedergewählt. Ferner wurde Christine Kühnau aus Mannheim für ihr über 20-jähriges ehrenamtliches Engagement mit der goldenen Ehrennadel des Landesverbandes ausgezeichnet.

Landesverband fordert MZEB und bessere Versorgung im Krankenhaus
Mit dem Versorgungsstärkungsgesetz (§ 119 c SGB V) wurden MZEB vor drei Jahren eingeführt. Diese Zentren sollen die von den Selbsthilfeverbänden behinderter Menschen beklagte Versorgungslücke schließen. Die MZEB sollen Erwachsene mit komplexen Behinderungen medizinisch versorgen, sofern die bestehenden ambulanten Strukturen nicht ausreichen. Landesweit gibt es nur vier MZEB (Landtagsdrucksache 16/3643 vom 10.04.2018). „Das ist zu wenig und deckt den Bedarf nicht“, so Petra Nicklas aus Tamm. „Kliniken erwarten, dass wir als Eltern unsere Kinder mit schweren Behinderungen rund um die Uhr begleiten, um die Versorgung zu sichern. Das ist nicht zu leisten. Wir brauchen auch eine bessere Versorgung von Menschen mit komplexen Behinderungen im Krankenhaus.“

Eine bessere gesundheitliche Versorgung von Menschen mit komplexen Behinderungen war das zentrale Thema der Mitgliederversammlung. Vorgestellt wurde die Beta-Version eines Erklärfilms zur Hautkrebsvorsorge.
Eine bessere gesundheitliche Versorgung von Menschen mit komplexen Behinderungen war das zentrale Thema der Mitgliederversammlung. Vorgestellt wurde die Beta-Version eines Erklärfilms zur Hautkrebsvorsorge.

Goldene Ehrennadel für Christine Kühnau
Durch ihren Sohn fand Christine Kühnau aus Mannheim den Weg zu ihrem ehrenamtlichen Engagement im Landesverband. Er besuchte den integrativen Regenbogenkindergarten in Mannheim. Damit begann ihr unermüdliches Engagement für eine inklusive Schule für alle. Kühnau arbeitete in den vergangenen 20 Jahren an vielen Positionspapieren zur Umsetzung des „Rechts auf Bildung“ mit und war seit 18 Jahren Beisitzerin im Vorstand. Sie verabschiedete sich nun mit einem „lachenden und einem weinenden Auge“. Bei der anstehenden Vorstandswahl kandidierte sie nicht mehr. Als Dankeschön für ihr vorbildliches Engagement wurde sie mit der goldenen Ehrennadel des Landesverbandes ausgezeichnet.

Über 20 Jahre hat Christine Kühnau sich im Landesverband ehrenamtlich engagiert, vor allem im Bereich inklusive Bildung. Als Dankeschön erhielt sie die goldene Ehrennadel und eine Urkunde aus den Händen von Landesvorsitzendem Thomas Seyfarth.
Über 20 Jahre hat Christine Kühnau sich im Landesverband ehrenamtlich engagiert, vor allem im Bereich inklusive Bildung. Als Dankeschön erhielt sie die goldene Ehrennadel und eine Urkunde aus den Händen von Landesvorsitzendem Thomas Seyfarth.

Vorstandsneuwahl: Thomas Seyfarth zum neuen Landesvorsitzenden gewählt
Die Mitgliederversammlung bestätigte einstimmig Thomas Seyfarth zum Vorsitzenden und Jutta Hertneck (Waiblingen) als stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes. Marion Reick-Westphal (Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte Mittlerer Oberrhein, Karlsruhe) wurde zur ehrenamtlichen Schatzmeisterin gewählt. Als Beisitzer im erweiterten Landesvorstand gewählt wurden Irene Betz (Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte Mannheim), Achim Hoffer (Körperbehinderten-Verein Stuttgart), Petra Nicklas (Gemeinsam Ludwigsburg) sowie Rolf Schneider (Körperbehinderten-Verein Stuttgart). Zu ehrenamtlichen Kassenprüfern wählte die Versammlung Ron Geyer (Reha Südwest Hohenlohe – Ostwürttemberg), Joachim Haas (Spastiker-Verein Offenburg) und Hans-Peter Hipp (Hilfe für Körper- und Mehrfachbehinderte Weingarten).

Sie stehen in den kommenden drei Jahren an der Spitze des Landesverbandes: (v.l.n.r.) Achim Hoffer, Thomas Seyfarth, Marion Reick-Westphal, Irene Betz, Petra Nicklas, Jutta Hertneck
Sie stehen in den kommenden drei Jahren an der Spitze des Landesverbandes: (v.l.n.r.) Achim Hoffer, Thomas Seyfarth, Marion Reick-Westphal, Irene Betz, Petra Nicklas, Jutta Hertneck

INFO
Der Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg wurde 1966 von Eltern spastisch gelähmter Kinder gegründet. Heute gehören dem Verband 41 regionale Mitgliedsorganisationen an. Sein Ziel: Hilfe zur Selbsthilfe.


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