Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg e.V.
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Zumeldung: Deutscher Bundestag beschliet Gesetz zur Triage
Landesverband fordert Nachbesserungen beim Gesetz zur Triage

Triage-Gesetzgebung braucht eine breite ffentliche Debatte sowie eine Beteiligung der Menschen mit Behinderungen von Anfang an

Stuttgart, 10.11.2022. Formaljuristisch schafft das neue Gesetz Regeln, um Menschen mit Behinderungen vor einer Benachteiligung bei der Zuteilung von berlebenswichtigen intensivmedizinischen Behandlungskapazitten zu schtzen. Allerdings bleibt bei Menschen mit Behinderungen trotzdem die Sorge, aussortiert zu werden, sagt Jutta Pagel-Steidl, Geschftsfhrerin des Landesverbandes fr Menschen mit Krper- und Mehrfachbehinderung Baden-Wrttemberg (LVKM).

Im Gesundheitswesen gebe es bereits zu normalen Zeiten eine strukturelle Diskriminierung. Ein wesentlicher Grund sei die unzureichende Barrierefreiheit.In einer akuten Notfallsituation geht es um Leben oder Tod. Es macht unheimlich Angst, zu wissen, dass das eigene berleben davon abhngt, ob andere einem zutrauen, diese Notfallsituation mit Hilfe der Intensivmedizin zu berleben. Und das Schlimme ist, zu wissen, dass es im Zweifelsfall keine zweite Chance gibt.

Der LVKM fordert dringend Nachbesserungen. Wir brauchen einen wirksamen Schutz vor Benachteiligungen bei allen Notlagen, also beispielsweise auch bei Hochwasser oder schweren Unfllen. Das neue Infektionsschutzgesetz regle allein das Verfahren bei aufgrund einer bertragbaren Krankheit nicht ausreichend vorhandenen berlebenswichtigen intensivmedizinischen Behandlungskapazitten. Eine Triage-Gesetzgebung braucht eine breite ffentliche Debatte sowie eine Beteiligung der Menschen mit Behinderungen von Anfang an.



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