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Der Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung
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Förderprogramm „Toilette für alle“ geht in die nächste Runde

Stuttgart, 30. August 2020 – „Toiletten für alle“ erleichtern Menschen mit schweren Behinderungen, die inkontinent sind, den Alltag. Das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg stellt zusätzliche 120.000 Euro für die Einrichtung von öffentlichen Toiletten im Land bereit, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit besonders schweren Behinderungen ausgerichtet sind. Landesweit sind bislang 61 Standorte in Betrieb, wovon 50 mit Landesmitteln gefördert wurden. Alle Standorte sind im Online-Wegweiser www.toiletten-fuer-alle-bw.de/standorte... genau beschrieben.

„Wickeln auf dem Fußboden? Nein, danke!“ - Deshalb braucht es »Toiletten für alle« überall dort, wo sich Menschen längere Zeit unbeschwert aufhalten wollen: in Innenstädten, Freizeit-, Kultur- und Sporteinrichtungen, ...
„Wickeln auf dem Fußboden? Nein, danke!“ - Deshalb braucht es »Toiletten für alle« überall dort, wo sich Menschen längere Zeit unbeschwert aufhalten wollen: in Innenstädten, Freizeit-, Kultur- und Sporteinrichtungen, ...

Minister Lucha: „ Auch Menschen mit schweren Behinderungen sollen selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teilhaben / „Toiletten für alle“ machen das unkomplizierter.“

„Für die meisten Menschen sind öffentliche Toiletten selbstverständlich. Menschen mit schweren Behinderungen können jedoch oft weder allgemeine noch klassische Toiletten für Menschen mit Behinderungen nutzen, weil sie weitere Unterstützung, beispielsweise eine Liege zum Wechseln der Inkontinenzartikel brauchen“, sagte Minister Lucha am Sonntag (30. August) in Stuttgart. „Die Einrichtung weiterer „Toiletten für alle“ ist deshalb ein wichtiger Schritt, damit auch Menschen mit schweren und mehrfach Behinderungen unkompliziert am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Die Erfahrung zeigt leider, dass häufig auf Ausflüge verzichtet wird, wenn keine entsprechenden Anlagen zur Verfügung stehen. Dass viele Menschen dann meist improvisieren, etwa indem sie auf den Boden einer Rollstuhltoilette oder die Rückbank eines Autos ausweichen, ist ebenfalls ein unhaltbarer Zustand“.

Minister Manne Lucha und LVKM-Geschäftsführerin Jutta Pagel-Steidl freuen sich gemeinsam mit Corinna Mader über die '.TFA.' im Naturschutzzentrum Wurzacher Ried in Bad Wurzach. In dem beliebten oberschwäbischen Kurort konnte im Januar die '.TFA.' eröffnet werden<br />Foto: © Mara Sander
Minister Manne Lucha und LVKM-Geschäftsführerin Jutta Pagel-Steidl freuen sich gemeinsam mit Corinna Mader über die '.TFA.' im Naturschutzzentrum Wurzacher Ried in Bad Wurzach. In dem beliebten oberschwäbischen Kurort konnte im Januar die '.TFA.' eröffnet werden
Foto: © Mara Sander

Pagel-Steidl: „Ohne „Toiletten für alle“ gibt es keine Inklusion.“

„Wir freuen uns riesig, dass die Erfolgsgeschichte „Toilette für alle“ in Baden-Württemberg weiter geht“, so Jutta Pagel-Steidl, Geschäftsführerin des Landesverbandes für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg (LVKM). Im Auftrag des Ministeriums begleitet und berät der Selbsthilfeverband potenzielle Bauherren bei der Umsetzung. Ohne „Toiletten für alle“ gebe es keine Inklusion. Das habe Baden-Württemberg frühzeitig erkannt und fördere als einziges Bundesland die Ausstattung von „Toiletten für alle“. Das Besondere daran: sie sind mindestens 7 qm groß und zusätzlich ausgestattet mit einer höhenverstellbaren Liege für Erwachsene, Patientenlifter und einem luftdicht verschließbaren Windeleimer.

Bei der Bundesgartenschau Heilbronn hat sich eine mobile '.TFA.' in einem extra Container bewährt. Die BUGA-Verantwortlichen waren Trendsetter für Inklusion und ermöglichten dadurch Menschen mit komplexen Behinderungen einen Bummel durch das Gartenparadies. Nun fördert das Land auch mobile Lösungen, damit die Teilhabe an großen Festen und Open-Air-Konzerten möglich wird.
Bei der Bundesgartenschau Heilbronn hat sich eine mobile '.TFA.' in einem extra Container bewährt. Die BUGA-Verantwortlichen waren Trendsetter für Inklusion und ermöglichten dadurch Menschen mit komplexen Behinderungen einen Bummel durch das Gartenparadies. Nun fördert das Land auch mobile Lösungen, damit die Teilhabe an großen Festen und Open-Air-Konzerten möglich wird.

Neu ist in diesem Jahr außerdem, dass das Land erstmals auch die Ausstattung einer mobilen „Toilette für alle“ fördert. Bewährt hatte sich bereits eine mobile (Container-)Lösung bei der Bundesgartenschau in Heilbronn sowie beim „inklusiven Heimspiel“ von Andrea Berg anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald im vergangenen Jahr.

INFO
Das Land Baden-Württemberg fördert die zusätzliche Ausstattung mit Pflegeliege für Erwachsene, Patientenlifter und luftdicht verschließbarem Windeleimer mit 90 Prozent, max. 12.000 Euro. Antragsfrist: 15. November 2020. Den Förderaufruf 2020 gibt es unter www.toiletten-fuer-alle-bw.de/service_foerderaufruf...

Gerade in der Coronakrise, in der viele Familien den Urlaub zuhause verbringen, bedeuten »Toiletten für alle« in beliebten Ausflugsziele mehr Lebensqualität. Jüngstes Beispiel ist die Eröffnung einer '.TFA.' auf dem unteren Marktplatz in Freudenstadt. Das blaue Logo mit Liege, Rollstuhl, Assistenz und Lifter zeigt den Weg. <br />Foto: © Mara Sander
Gerade in der Coronakrise, in der viele Familien den Urlaub zuhause verbringen, bedeuten »Toiletten für alle« in beliebten Ausflugsziele mehr Lebensqualität. Jüngstes Beispiel ist die Eröffnung einer '.TFA.' auf dem unteren Marktplatz in Freudenstadt. Das blaue Logo mit Liege, Rollstuhl, Assistenz und Lifter zeigt den Weg.
Foto: © Mara Sander


Quelle: www.lv-koerperbehinderte-bw.de/n/c0-0.php
Datum: 19.09.2020 / 23.38 Uhr
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