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„… uns geht’s gut!“ oder „40 Jahre und kein bisschen leise!“

   18. April 2013
40 Jahre Selbsthilfe auf der Ostalb

Aalen / Stuttgart. Bei der Jahreshauptversammlung am 21. März 2013 startete der Körperbehindertenverein Ostwürttemberg e.V. (KBVO) in Aalen in sein Jubiläumsjahr. Für die Frauen und Männer der ersten Stunde, allesamt Eltern körper- und mehrfachbehinderter Kinder, ist die Zeit wie im Flug vergangen. Sie erinnern sich noch immer an die vielen Kämpfe, die sie damals fochten. Sie einte die Erkenntnis, dass sie nur gemeinsam etwas für ihre Kinder bewegen können und schlossen sich zu einem Elternselbsthilfeverein zusammen. Aus einer kleinen Idee entstand etwas Großartiges und der Erfolg gab den Müttern und Väter Recht. Es entstand ein engmaschiges Netz für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Körper- und Mehrfachbehinderung. Ohne die rührigen Eltern gebe es heute nicht den Schulkindergarten „Rosengarten“ in Aalen oder die Konrad-Biesalski-Schule in Wört.

Foto: Jubiläumsbroschüre »Die großartige Idee der Inklusion mit Leben füllen«
Foto: Jubiläumsbroschüre »Die großartige Idee der Inklusion mit Leben füllen«
Zum Erreichen des „Schwabenalters“ entstand eine Chronik über 40 Jahre ehrenamtliche Behindertenselbsthilfe auf der Ostalb. Sie kann beim Verein bestellt werden. Beim Durchblättern der 84-Seiten starken Broschüre wird klar: „Selbsthilfe bewegt!“

Welche Wertschätzung und Bedeutung der Verein heute hat, zeigen die Grußworte aus Politik, Wirtschaft, Dienstleistung oder Sport in der Jubiläumsbroschüre. Landessozialministerin Katrin Altpeter erinnerte an die Vorurteile der Gesellschaft gegenüber Menschen mit Behinderung vor 40 Jahren: „Die Ehrenamtlichen haben viele positive Veränderungen und Entwicklungen angestoßen. Dafür möchte ich Ihnen allen aufrichtig danken und dem Körperbehindertenverein Ostwürttemberg meine herzlichsten Glückwünsche zu seinem 40-jährigen Bestehen aussprechen.“

Gerd Weimer, dem Beauftragten der Landesregierung für die Belange behinderter Menschen, war es eine Ehre und Freude dem Körperbehindertenverein Ostwürttemberg zu seinem 40. Geburtstagsjubiläum zu gratulieren: „Ihrem unermüdlichen Engagement zur Beseitigung vorhandener Barrieren nicht nur baulicher Natur, sondern vielmehr die, die wir noch in den Köpfen der Menschen finden, zolle ich höchsten Respekt.“

Der Landrat des Ostalbkreises, Klaus Pavel, ist froh und dankbar darüber, das gerade auch der Körperbehindertenverein Ostwürttemberg seit nunmehr 40 Jahren dazu beiträgt, ehrenamtliches Engagement anzuregen und zu stärken und den Menschen mit körperlichen Handicaps und ihren Familien notwendige Hilfestellungen gibt: „Zum 40-jährigen Jubiläum gratuliere ich ganz herzlich und sage Danke für die wertvolle und unerlässliche Hilfe in den vergangenen vier Jahrzehnten:“

Martin Gerlach, Oberbürgermeister der Stadt Aalen, gratulierte den Mitgliedern und Aktiven des Körperbehindertenvereins Ostwürttemberg sehr herzlich zum 40-jährigen Bestehen: „Seit 40 Jahren engagieren Sie sich unermüdlich für die Gleichberechtigung, selbstbestimmte Lebensgestaltung und Chancengleichheit für Menschen mit Behinderung.“ Oberbürgermeister Karl Hilsenbeck sieht für Ellwangen auch die Stadtverwaltung in der Pflicht: „Eine behindertengerechte Stadt ist eine menschengerechte Stadt, die allen behinderten und nichtbehinderten Bürgern und Besuchern die gleichberechtigte Teilnahme am sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben ermöglichen soll.“ „Die Bedürfnisse von behinderten Menschen und Senioren kann keine Sache des Rathauses beziehungsweise der Verwaltung sein, sondern kann nur mit Unterstützung und dem Sachverständnis der Bürgerschaft umgesetzt werden“, betonte Schwäbisch Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold.

Foto: »Gemeinsam unterm Regenbogen« - mit einem Bild von Helga Vazquez gratuliert unser Landesverband zum Geburtstag.
Foto: »Gemeinsam unterm Regenbogen« - mit einem Bild von Helga Vazquez gratuliert unser Landesverband zum Geburtstag.

Der Verein ist gut vernetzt in der Region. Und so ist die Schar der Gratulanten riesig: Industrie-und Handelskammer, Krankenkasse, Sparkasse, Sportkreis oder der Bundes- und Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung. Alle Gratulanten verstehen sich als Wegbegleiter und Wegbereiter für ein weitgehend selbständiges Leben mitten in der Gesellschaft. Und wie sehen die Mitgliedsfamilien „ihren“ Körperbehindertenverein selbst? Die Antwort darauf ist vielfältig: „KBVO finde ich richtig cool!“ „KBVO ist unsere Bereicherung fürs Leben!“ „Wir sind sehr gerne Mitglied im KBVO!“ „Der KBVO ist eine super Sache!“ „Die Gemeinschaft ist ein toller Ort, um Gleichgesinnte zu treffen!“ „So macht Musik Spaß: Wir können allen unser Talent zeigen!

Im Laufe der Jahre hat sich der Verein vom „reinen“ Elternverein zu einem Verein für die ganze Familie weiterentwickelt. Es ist immer was los: Elternfrühstück, Familienfreizeiten, Flötengruppe, Rollstuhltanz als „Medizin für Leib und Seele“. Der Verein engagiert sich bei der Umsetzung von Barrierefreiheit, arbeitet im Aalener Beirat für Menschen mit Behinderung mit, arbeitet eng mit dem nicht-kommerziellen „Kino am Kocher“ zusammen. Die Liste ist lang. Und die Ideen gehen dem rührigen Verein noch lange nicht aus.

Vorsitzender Dieter Hebel stellte die Aktivitäten im Jubiläumsjahr vor: ein echtes Schmankerl wird das große Musik-, Tanz- und Rollstuhlballett-Fest am 28. Juni 2014 in der Stadthalle Aalen sein. Dort tritt auch die Junge Philharmonie auf, deren Chefdirigent Uwe Renz den Taktstock auch dem Dirigenten Benedikt Lika überlässt, der kleinwüchsig ist und im Rollstuhl sitzt. Und als weiteres Geburtstagsgeschenk kündigt Hebel die Anschaffung eines Elektrorads als Rollstuhltransporter an, damit der Ausflug ins Grüne noch besser gelingt. „Ab Mai können sich Familien den Transporter ausleihen, um noch mehr mobil zu sein.“ Der offizielle Festakt zum 40-jährigen Jubiläum findet am Abend des 12. Juni 2013 im großen Sitzungssaal des Landratsamtes in Aalen statt. Mit dabei ist Gerd Weimar, der Beauftragte der Landesregierung für die Belange behinderter Menschen. Er schließt damit einen ganztägigen Besuch in der Region Ostwürttemberg ab, der ihn auch in die Konrad-Biesalski Schule führt.


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