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Von Anfang an gemeinsam: Verband fordert Ausbau der Kleinkindbetreuung für Kinder mit und ohne Behinderung

   07. Februar 2012
AK „Frühkindliche Bildung“ des Landesverbandes für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg tagt in Metzingen

Metzingen / Stuttgart. Kinderkrippen, Kindertagesstätten und Schulen müssen künftig für alle Kinder mit und ohne Behinderung offen stehen. Dies fordern Eltern körper- und mehrfachbehinderter Kinder. Der Arbeitskreis „Frühkindliche Bildung“ des Landesverbandes für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg traf sich im Integrativen Kinderhaus der Körperbehindertenförderung Neckar-Alb (KBF) in Metzingen.

„Inklusion ist unteilbar und unabhängig von der Art und Schwere einer Behinderung“, erklärt Landesgeschäftsführerin Jutta Pagel-Steidl. Große Hoffnungen setzen die Eltern daher in die neue Landesregierung. Sie hat sich in ihrem Koalitionsvertragzu dem Ziel bekannt, den Auftrag der UN-Behindertenrechtskonvention auch im Bereich der frühkindlichen Bildung voranzubringen. Das „gemeinsam Wege gehen“ wird aus Sicht der Eltern erfolgreich im integrativen Kinderhaus in Metzingen gelebt. „Metzingen ist Vorbild für das ganze Land“, so Pagel-Steidl.

Mechthild Bruns, Leiterin des Schulkindergartens, stellte den Gästen aus ganz Baden-Württemberg das Konzept des integrativen Kinderhauses vor und führte sie durch das Haus. Kinder mit und ohne Behinderung werden bis zum Schuleintritt ganz individuell betreut und gefördert. „Intensive Elternarbeit, kleine Gruppen, vielfältige Förderangebote, interdisziplinär zusammengesetzte Mitarbeiterteams, barrierefreie Räume sowie barrierefreie Spielgeräte im Außengelände sind unverzichtbare Bausteine für die frühkindliche Bildung aller Kinder“, erklärt Bruns. „Jedes Kind darf so sein, wie es ist. Die Vielfalt wird von allen als Bereicherung wahrgenommen.“

Immer mehr Mütter und Väter kehren nach einer kurzen Babypause zurück in den Beruf. Dies gilt auch für Eltern behinderter Kinder. Daher sind immer mehr Familien auf eine verlässliche und qualifizierte Betreuung ihrer Kinder angewiesen. „Der Rechtsanspruch auf frühkindliche Bildung und Betreuung für Kinder unter drei Jahren muss auch für behinderte Kinder zügig umgesetzt werden“, fordert der Landesverband. „Landesweit fehlen Plätze für behinderte Kleinkinder.“


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