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Rollstuhlparcours für Kinder fördert das Verständnis für Menschen mit Behinderung

   14. April 2010
 

Böblingen/Sindelfingen (pm). Körperbehinderte Menschen und Rollstuhlfahrer müssen in Ihrem Alltag viele Herausforderungen meistern, über die sich ein nicht behinderter Mensch meist keine Gedanken machen muss. Alltag und Freizeit aktiv zu gestalten oder Ausflüge zu unternehmen, ist für die Betroffenen oft mit vielen Hindernissen verbunden. Schon zu hohe Bordsteinkanten, fehlende Rampen oder zu schmale Türen stellen meist unüberwindbare Hindernisse dar und führen rasch zum „Aus“ des geplanten Vorhabens.

Damit sich Kinder in die Situation eines Rollstuhlfahrers versetzen können und ein Gefühl dafür bekommen, welchen Hürdenlauf diese täglich meistern, wurde im Science-Center von SENSAPOLIS ein Rollstuhlparcours eingerichtet. Auf einer Gesamtlänge von ca. 40 Metern können Kinder hier lernen mit einem Rollstuhl umzugehen. Dabei gilt es verschiedene Bodenbeläge, Rampen und Absätze ohne fremde Hilfe zu überwinden. Ziel des Parcours ist es, durch den Perspektivenwechsel Verständnis für Menschen mit Behinderung zu wecken und damit einen Beitrag für ein besseres Miteinander zu leisten.

Unterstützer des Parcours ist die Firma Orthopädie und Rehatechnik Harald Kogel in Sindelfingen. Für den Geschäftsführer Harald Kogel steht fest: „Oberstes Ziel ist die Integration behinderter und älterer Menschen in die Gesellschaft. Mobilität bedeutet Bewegung und ist ein elementares Grundbedürfnis und ein wichtiger therapeutischer Aspekt in der Behandlung von körperbehinderten Menschen. Eine frühzeitige Rollstuhlversorgung und die damit verbundene Mobilität ermöglichen dem Kind die Auseinandersetzung mit dem sozialen Umfeld, es bedeutet Unabhängigkeit und Selbstständigkeit.“

Die Geschäftsführerin des Landesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte Baden-Württemberg e.V., Jutta Pagel-Steidl, fügt ergänzend hinzu: „Wir wollen Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderungen Chancen eröffnen, nach ihren Möglichkeiten ein erfülltes, selbst bestimmtes Leben zu führen – unabhängig vom Alter, von der Art und Schwere der Behinderung. SENSAPOLIS bietet mit dem Rollstuhlparcours spielerisch die Möglichkeit, sich in die Lage eines Rollstuhlfahrers zu versetzen. Viele Attraktionen sind barrierefrei zugänglich und nutzbar. Dadurch können Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam spielen, lernen und Spaß haben und einen unbeschwerten Tag mit der Familie und Freunden verbringen.“

Die Benutzung des neuen Parcours ist im Eintrittspreis in den Indoor-Freizeitpark bereits enthalten. Rollstuhlfahrer, deren Begleitperson und Menschen mit einer Behinderung ab 70% haben freien Eintritt.


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