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Stuttgart, 28.10.2026 – Die Zivilgesellschaft setzt Zeichen. Mehr als 260 Organisationen aus der deutschen Zivilgesellschaft haben inzwischen den von D64 – Zentrum für Digitalen Fortschritt initiierten Code of Conduct Demokratische KI unterzeichnet. Er ist eine gemeinsame Selbstverpflichtung für den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). KI braucht Haltung. Daher ist auch der Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung (LVKM) Baden-Württemberg mit dabei.
Der Code of Conduct Demokratische KI wurde gemeinsam mit über 50 Organisationen der Zivilgesellschaft entwickelt. Er bietet Orientierung für den transparenten und partizipativen Umgang mit KI. Das Projekt wurde von D64 – Zentrum für Digitalen Fortschritt umgesetzt und vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Frauen, Senioren und Jugend gefördert. Der Kodex versteht sich als Ergänzung zu bestehenden Rahmenwerken wie der KI-Verordnung der EU.
Im Mittelpunkt des Kodex stehen acht gleichberechtigte Prinzipien: Abwägung der Nutzung, Menschenzentrierung, Transparenz, Teilhabe und Partizipation, diskriminierungskritische Haltung, Verantwortung, Kompetenzen sowie ökologische Nachhaltigkeit.
Die Selbstverpflichtung richtet sich explizit an gemeinwohlorientierte Organisationen und bietet ihnen einen praktischen Orientierungsrahmen - unabhängig davon, ob sie eigene KI-Systeme entwickeln, bestehende Anwendungen nutzen oder bewusst auf KI verzichten.
Wir unterstützen den Code of Conduct Demokratische KI
„KI ist in unserem Alltag längst eingezogen. Wir suchen im Internet den besten Weg von A nach B, wir nutzen KI für Recherche oder als Formulierungshilfe bei einem Widerspruch“, sagt LVKM-Vorstandsmitglied Sebastian Fuchs. „Wir müssen uns klar darüber sein, dass KI-generierte Antworten nicht unbedingt richtig sind. KI orientiert sich an Wahrscheinlichkeiten und kann auch falsche Informationen liefern. KI braucht Haltung. Und wir dürfen die Diskussion über KI nicht den großen Tech-Konzernen überlassen. Als LVKM BW setzen wir uns für einen verantwortungsvollen und gemeinwohlorientierten Umgang mit KI ein. Deshalb haben wir im Vorstand darüber beraten und den Code of Conduct Demokratische KI unterzeichnet – eine Selbstverpflichtung.“
„KI ist kein Allheilmittel für fehlende Barrierefreiheit oder Inklusion im Alltag. KI kann auch Fehler machen und erheblichen Schaden anrichten, wenn man sie falsch einsetzt. Aber sie kann als Werkzeug unterstützen, Aufgaben abnehmen und Zeit für anderes schaffen“, sagt LVKM-Geschäftsführerin Jutta Pagel-Steidl. „KI verändert unseren Alltag rasant. Welche Chancen und Risiken sich daraus ergeben, stand im Mittelpunkt unserer gemeinsamen Tagung „Alle inklusive?!“ mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. KI braucht Haltung. Deshalb ist es uns wichtig, mit der Unterzeichnung des Kodex ein Zeichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI zu setzen.“
„KI verändert unsere Gesellschaft. Die Frage ist: Wie gestalten wir sie demokratisch mit? Daher rufen wir andere Organisationen der Zivilgesellschaft dazu auf, ebenfalls den Kodex zu unterzeichnen“, so Sebastian Fuchs abschließend.
Mehr Infos unter demokratische-ki.de.
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